Sichere Fahrradboxen in Wiener Gemeindebauten

Sichere Fahrradboxen in Wiener Gemeindebauten

22. August 2011

Die versperrbaren Fahrradstellplätze sind kostengünstig zu mieten und bieten Schutz vor Wetter, Vandalismus und Diebstahl.

Das Fahrrad wird längst nicht mehr nur im Freizeitverkehr oder zum Outdoor-Fitnesstraining genutzt. Als ökologisch alternatives und gesundes Fortbewegungsmittel in die Arbeit, zum Einkaufen oder für “schnelle Erledigungen” gewinnt das
Rad immer mehr an Bedeutung bei Jung und Alt. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Gemeinderat Christoph Chorherr initiierten gemeinsam das Pilotprojekt Fahrradboxen in städtischen Wohnhausanlagen, das sie letzten Mittwoch präsentierten.

Fünf dieser preiswerten Abstellmöglichkeit, die vor Wetter, Vandalismus und Diebstahl schützt, wurden in der Wohnhausanlage Werndlgasse 14-18 in Floridsdorf nach Abstimmung von Wiener Wohnen mit dem dortigen
Mieterbeirat bereits errichtet. Weiter Wohnhausanlagen sollen rasch folgen. Das sichere Abstellen von Rädern ist wienweit Thema, zu dem zahlreiche Maßnehmen gesetzt werden.

“Der Anteil des Radverkehrs am Individualverkehr nimmt erfreulicherweise zu. Das sichere und komfortable Abstellen von
Fahrrädern trägt allerdings wesentlich zur Nutzung des Rads als innerstädtisches Verkehrsmittel bei. Mit den Fahrradboxen wollen wir den Bewohnerinnen und Bewohnern, die bisher nicht die Möglichkeit hatten, Ihr Rad sicher zu verwahren, diese Möglichkeit nun zu günstigen Konditionen bieten. Durch dieses weitere Serviceangebot von Wiener Wohnen sollen aber auch die Mieterinnen und Mieter zur Nutzung dieses gesunden und umweltbewussten Fortbewegungsmittels motiviert werden, die bisher kein Rad besitzen, weil ihnen eine geeignete Abstellmöglichkeit bisher gefehlt hat. Alle Gemeindebauten, bei denen es nötig ist und die den dafür nötigen Platz bieten, sollen mit sicheren Fahrradabstellplätzen ausgestattet werden”, betonte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig .

“Die Aufstellung der Fahrradboxen in Gemeindebauten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg die gesamte Stadt mit sichern
Radabstellplätzen flächendeckend zu versorgen. Dazu gibt es ja schon weitreichende Pläne und auch Förderungen seitens der Stadt. Dass Wiener Wohnen als größte Hausverwaltung hier eine Vorreiterrolle einnimmt, ist besonders begrüßenswert und hoffentlich auch Beispiel gebend für private Hausverwaltungen”, unterstrich Gemeinderat Christoph Chorherr. Er hielt zudem fest, dass laut VCÖ und Innenministerium jedes dritte Rad in der Bundeshauptstadt entwendet werde.

“Erklärtes Ziel der Stadt Wien ist es, dass durch sichere Abstellplätze deutlich weniger Räder illegal den Besitzer wechseln”,
so Ludwig und Chorherr unisono.

So kommen GemeindemieterInnen zu Fahrradboxen

Einerseits können sich interessierte Mieterbeiräte und MieterInnen direkt an Wiener Wohnen wenden, andererseits wird unabhängig davon von den WohnberaterInnen erhoben, in welchen Wohnhausanlagen Bedarf nach Fahrradboxen besteht. Allerdings muss die räumliche Voraussetzung gegeben sein und – aus wirtschaftlichen Gründen und damit auch im Interesse der MieterInnen – der Bedarf von mindestens fünf Boxen bestehen. Für die Nutzung der Boxen wird zwischen Wiener Wohnen und den betreffenden MieterInnen ein eigener Vertrag - unabhängig vom Wohnungsmietvertrag – geschlossen. Die monatliche Miete einer Fahrradbox beträgt 5,50 Euro netto (incl. Ust. 6,05 Euro).

Die Boxen sind fix mit dem Boden verbunden und mit einem Zylinderschloss versehen, Dach und Seitenwände sind aus stabilem Stahlblech gefertigt.

Kontakt zu Wiener Wohnen bei Fragen zu Fahrradboxen von interessierten MieterInnen und Mieterbeiräten:

Wiener Wohnen-Direktion
Mag. Stefan Widek
Doblhoffgasse 6
1082 Wien
Tel.: 05 75 75 75
E-Mail: stefan.widek@wien.gv.at





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