Riccardo Ricco schwer gestürzt!
Ein schwerer Unfall des Gesamtführenden Riccardo Ricco überschattete die vorletzte Etappe der 62. Internationalen Österreich Rundfahrt, dem 26,3 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Podersdorf am Neusiedler See. Der Italiener rammte neun Kilometer vor dem Ziel ein parkendes Begleit – Motorrad und rettete sich verletzt ins Ziel.
Der Unfall ereignete sich nach der Wende in Illmitz, neun Kilometer vor dem Ziel, auf einer langen Geraden. Durch den starken Seitenwind fuhren die Profis am rechten Fahrstreifen, wo der voll auf den Gesamtsieg fokussierte Riccardo Ricco in ein parkendes Motorrad krachte. Der Profi von Ceramica Flaminia erlitt Verletzungen im Gesicht, auf dem linken Bein und der Rahmen seiner Zeitfahrmaschine brach. Auf dem Ersatzrad rettete er sich noch als 61. ins Ziel und konnte sogar seinen Vorsprung im Gesamtklassement behaupten! Nach dem Zieleinlauf wurde er in das Krankenhaus Eisenstadt eingeliefert. Unklar ist, ob er die morgige Finaletappe nach Wien bestreiten kann. Sein Sportlicher Leiter meinte aber: “Riccardo hat im Teambus zu mir gesagt: Ich will diese Tour gewinnen, wenn es irgendwie geht!”
Etappensieg an Posthuma
Der holländische Rabobank-Profi Joost Posthuma hat wie im vergangenen Jahr sein Landsmann Koos Moerenhout das Zeitfahren in Podersdorf gewonnen! Er setzte sich zehn Sekunden gegen Patrick Gretsch und 40 gegen den russischen Meister Artem Ovechkin durch. “Als ich vor der Tour den Etappenplan gesehen hab, musste ich mal schlucken. Ich wusste, dass ich nur hier eine Chance auf einen Erfolg habe. Mich freuts, dass ich in die Fußstapfen des alten Koos getreten bin.”
Ricco vor Gesamtsieg – oder auch nicht
Ob Riccardo Ricco morgen starten wird, entscheidet sich nach den Untersuchungen im Krankenhaus. Auf dem Podest kam es aber zu einer Verschiebung: Der Spanier Segio Pardilla überholte seinen Teamkollegen Emanuele Sella und liegt mit 37 Sekunden Rückstand auf Ricco auf dem zweiten Platz. Auch der Tiroler Stefan Denifl fuhr ein starkes Rennen, belegte Rang zwölf, und konnte sich im Gesamtklassement auf den siebenten Platz (plus 4:16 Minuten) verbessern! Zweitbester Österreicher beim Zeitfahren wurde der Vorarlberger Matthias Brändle, der unmittelbar hinter Denifl Dreizehnter wurde.
Kategorien: News & Stories, Österreich Radrundfahrt 2010
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