Riccardo Ricco gewinnt Königsetappe
Ricco gewinnt auf der Franz Josefs Höhe am Großglockner die Königsetappe der Österreich Radrundfahrt vor Sergio Pardilla und Emanuele Sella . Stefan Denifl wird wieder bester Österreicher und landet auf Platz 12. Matthias Brändle, der lange in der Spitzengruppe war und von vorne fuhr lieferte einen großen Kampf und kommt noch auf Platz 20 ins Ziel.
Gleich nach dem Start zur vierten Etappe von Lienz hinauf auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe kam es zu zahlreichen Attacken. Nachem sich eine 13köpfige Spitzengruppe bis zur ersten “Megadrive”-Sprintwertung Obervellach halten konnte, wurde sie wieder gestellt und es setzten sich erneut zwölf Fahrer ab. Dabei waren unter anderem die Österreicher Josef Benetseder, Matthias Brändle, Michael Pichler und Jan Sokol.
In Heiligenblut, am Beginn des 16,5 Kilometer langen Schlussanstieges zur Pasterze am Großglockner zerbrach die Spitze. Aus dem Verfolgerfeld setzten sich die Profis Ricco, Sella und Pardilla, die schon am Kitzbüheler Horn dominierten, sowie der Russe Artem Ovechkin ab und übernahmen die Führung. Bis zur 2-Kilometer-Marke lag das Quartett vorne, dann nahm der Sieger vom Kitzbüheler Horn, Riccardo, Ricco, mit einer unwiderstehlichen Attacke das Heft in die Hand. Er siegte schließlich mit 41 Sekunden Vorsprung auf Sergio Pardilla und Emanuele Sella, beide von Carmiooro NGC, und holte sich mit seinem Etappensieg auch den Titel des “Glocknerkönigs”.
“Ich fühle mich in den Bergen einfach nur wohl und bin sehr stolz, dass ich heute meine zweite Etappe bei der Österreich Rundfahrt gewinnen konnte”, sagte der 26-jährige Ricco. Im Gesamtklassement hat er heute einen großen Sprung in Richtung ersten Toursieg gemacht: “Jetzt habe ich einen guten Polster vor dem Zeitfahren. Sella und Pardilla, die 1:44 Minuten hinter mir liegen, sind zwar gefährlich, aber im Zeitfahren auch nicht richtig gut. Die guten Zeitfahrer, wie Gusev, haben schon zu viel Rückstand, denke ich.”
Der Tiroler Stefan Denifl vom Cervelo Test Team wollte heute auf dem Großglockner angreifen, doch er fühlte sich heute körperlich nicht top-fit. Mit 2:34 Minuten Rückstand kam er als Zwölfter zum Panoramahaus und rutschte in der Gesamtwertung auf den zehnten Platz ab. “Das war nicht mein Tag. Ich habe zwar versucht, am Beginn des Glockners zu attackieren, aber gegen die ersten Drei hatte ich keine Chance. Zudem habe ich mich heute nicht 100%ig fit gefühlt”, sagte der Stubaitaler, der morgen wieder das “Tchibo”-Trikot des besten Österreichers trägt.
Kategorien: News & Stories, Österreich Radrundfahrt 2010
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